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Auffahrunfall – Was tun?

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Ein Auffahrunfall ist nie schön – aber auch keine Seltenheit. Eine Sekunde nicht aufgepasst und es knallt. Was ist passiert? Der hintere Fahrer ist dem vorderen aufgefahren. Der Auffahrende trägt ganz klar die Schuld an dem Unfall, oder?

 

In unserem Artikel klären wir dich über die Frage nach der Verantwortlichkeit auf. Gleichzeitig bieten wir dir alle notwendigen Informationen rund um einen Auffahrunfall. 

 

-       Was ist ein Auffahrunfall

-       Wer haftet bei einem Auffahrunfall

-       Haftung beim Auffahrunfall: Der Anscheinsbeweis

-       Haftung beim Auffahrunfall: Der Vordermann 

-       Schuld am Unfall: Massenkarambolage

-       Welche Versicherung zahlt?

-       Unfallschuld beweisen – aber wie?



Was ist ein Auffahrunfall? 

Der Begriff Auffahrunfall ist selbsterklärend. Man spricht davon, wenn ein Fahrzeugführer dem anderen von hinten gegen das Fahrzeug fährt. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) geht bei einem Auffahrunfall im ersten Moment davon aus, dass der Hintermann den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hat. 

 

Auch wenn die Begriffsfrage relativ einfach zu klären ist, die Schuldfrage gestaltet sich dafür umso schwieriger. Die Faustregel „Wer auffährt hat immer Schuld“ stimmt nicht immer. Nicht selten ist auch der vordere Fahrer für den Unfall mitverantwortlich.

 

Wer haftet bei einem Auffahrunfall? 

Wer für den Unfall haftet, muss auch die Kosten dafür tragen. Daher gibt es zwei gegensätzliche Parteien, die die Frage nach der Verantwortung zu klären versuchen: Der Unfallverursacher und das Unfallopfer. 

 
Wer haftet beim Auffahrunfall? Der Anscheinsbeweis 

Der Anscheinsbeweis ist eine Form des Indizienbeweises und greift bei typischen Geschehensabläufen. Er spielt vor allem bei Auffahrunfällen eine besondere Rolle. 

 

Wann greift der Anscheinsbeweis? Er greift immer dann als Beweis des ersten Anscheins, wenn eine bestimmte Ausgangssituation typischerweise zu einer bestimmten Folge führt. 

 

Beispielsweise heißt das bei einem Auffahrunfall, dass im Normalfall der hintere Fahrzeugführer für den Unfall verantwortlich ist. Man kann den Anscheinsbeweis jedoch widerlegen, wenn man klare Beweise dagegen hat.  

 

Konkret bedeutet das, dass der Hintermann hier in der Beweispflicht ist. Er muss sicherstellen, dass er nicht die Verantwortung am Unfall hat.

 

In folgenden Fällen trägt er beispielsweise die Verantwortung am Unfall: 

 

 



Kein Sicherheitsabstand

Das ist das häufigste Motiv eines Auffahrunfalls: Der Hintermann hat den benötigten Sicherheitsabstand nicht eingehalten. So konnte er auch nicht rechtszeitig reagieren und bremsen.

 

Bremsen mit gutem Grund 

Der Vordermann hat gerade eine Vollbremsung eingelegt. Der Fahrzeugführer hinter ihm konnte das nicht vorhersehen und ist ihm hinten aufgefahren. Was zählt hier? Wenn der Vordermann gebremst hat, weil Tiere oder Personen über die Straße gelaufen sind, dann liegt auch hier die Verantwortung beim Autofahrer hinter ihm. Der Vordermann hat gebremst damit kein Personenschaden entsteht.

 

Haftung beim Auffahrunfall: Der vordere Fahrer //h3

Nicht immer ist der hintere Fahrzeugführer verantwortlich an dem Unfall. In manchen Fällen trägt auch der Vordermann zumindest eine Teilschuld mit. 

 

Das Urteil und die Schuldfrage hängt von einigen weiteren Faktoren ab und gestaltet sich immer individuell. Du hast aber eine gute Chance, dass dich in folgenden Auffahrunfällen keine Schuld oder zumindest nicht die alleinige trifft.

 

Vollbremsung ohne Grund

In diesem Fall bremst der Autofahrer vorne ohne triftigen Anlass. Anders als bei einer Bremsung, um Personenschäden zu vermeiden, trifft ihn hier zumindest eine Teilschuld am Auffahrunfall. 

 

Auffahrunfall an der Ampel

Dasselbe gilt auch, wenn der vordere Fahrzeugführer eine Vollbremsung an der Ampel einlegt. Sei es nun, um noch rechtzeitig an einer roten Ampel zu halten oder bei einer Vollbremsung an einer grünen Ampel. 

 

Auffahrunfall durch einen Blitzer

Auch hier ist zumindest die Teilschuld an einem Auffahrunfall zu erkennen. Eine starke Bremsung, um einen Blitzer zu vermeiden, ist niemals ein triftiger Anlass.

 

Beschädigte Bremslichter

Die Bremslichter des Vordermanns sind beschädigt? Dann hat der hintere Fahrer bei einem Autounfall ebenfalls nicht die alleinige Schuld an dem Auffahrunfall.

 

Schuld beim Unfall: Massenkarambolage //h3

Die Schuldfrage bei einer Massenkarambolage sieht nun wieder ganz anders aus. Die Schuldfrage hier zu klären, gestaltet sich als äußerst schwierig für die zuständigen Behörden.

 

Der Schuldfrage nimmt sich hierbei der GDV, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, an. Doch auch dafür gibt es einige Voraussetzungen:

-       Man konnte keinen Verursacher feststellen

-       Von der Karambolage sind mehr als 40 Fahrzeuge betroffen

-       Ein enger zeitlicher und räumlicher Zusammenhang der Unfälle

 
Welche Versicherung zahlt? 

Das Wichtigste bei einem Autounfall ist die abgeschlossene Versicherung. Sie schützt dich oft vor den entstandenen Kosten oder mindert diese zumindest ab. Dabei unterscheidet man bei den Versicherungen für Fahrzeuge zwischen drei verschiedenen: 

 

1.         Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung zählt zu den Pflichtversicherungen in Deutschland. Das bedeutet, dass du diese Versicherung für jedes Fahrzeug abgeschlossen haben musst. 

 

Die Haftpflichtversicherung zahlt die entstandenen Schäden deines Unfallgegners. Dazu zählen entstandene Sach- und Personenschäden, die im Zusammenhang mit dem Autounfall entstanden sind. Im Normalfall haftet die Kfz-Haftpflichtversicherung also auch bei einem Auffahrunfall. 

 

2.         Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung ist eine freiwillige Versicherung, die man im Vorhinein abgeschlossen hat. 

 

Sie übernimmt Schäden, die eine Haftpflichtversicherung nicht mehr beinhaltet. Beispielsweise übernimmt sie ebenfalls die Unfallkosten des Unfallgegners, an dem du schuld bist. Für Glasschäden am eigenen Auto kommt die Teilkaskoversicherung ebenfalls auf.

 

3.         Vollkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung ist eine Erweiterung der Teilkasko. Sie basiert ebenfalls auf freiwilliger Basis, ist aber oft sinnvoll. 

 

Was deckt die Vollkasko alles ab? Die Vollkaskoversicherung deckt nun auch selbstverursachte Schäden am eigenen Auto ab. Was heißt das für die Schäden bei einem Auffahrunfall? Das bedeutet, dass die Vollkaskoversicherung auch die entstandenen Schäden am eigenen Auto bei einem Auffahrunfall übernimmt. 

 

 

Unfallschuld beweisen – aber wie? 

Die Unfallschuld zu beweisen ist nie leicht. Wie macht man das also? 

 

Mithilfe von Zeugenaussagen, Skizzen, Fotos und Gutachten von den entstandenen Schäden bist du im ersten Schritt auf dem richtigen Weg. 

 

Du hast die Versicherungsdaten mit den Unfallbeteiligten ausgetauscht? Dann folgt im Anschluss die Schadenregulierung. Hier klärst du mit der gegnerischen Versicherung und dem Gericht ab, wer Schuld an dem Unfall hatte und wie hoch die Kosten sein werden. Daraus hervorgehend kannst du nun ermitteln, ob du oder die gegnerische Versicherung die entstandenen Kosten übernehmen musst.

 

Doch den Schritt musst du nicht alleine gehen. Wir von MyGutachter bieten dir die Möglichkeit, die Schadenregulierung in professionelle Hände zu legen. Wir klären alles notwendige für dich ab, damit du dir keine Sorgen mehr machen musst. 


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